Vor Ort erhielten die Schülerinnen und Schüler spannende Einblicke in das außergewöhnliche Konzept des Tropenhauses: Die Anlage nutzt die Abwärme der benachbarten Glasindustrie, um exotische Pflanzen wie Sternfrüchte, Papayas oder Kaviarlimetten umweltfreundlich anzubauen. Während einer anschaulichen Führung erfuhren die Jugendlichen, wie diese Abwärme effektiv genutzt wird und wie die Pflanzen über ein präzises Schlauchsystem gezielt mit Wasser und Nährstoffen versorgt werden.
Besonders beeindruckend war für viele, dass Früchte, die man sonst nur aus tropischen Ländern oder dem Supermarkt kennt, hier nachhaltig und ohne den Einsatz von Pestiziden angebaut werden – ganz ohne lange Transportwege. Die produzierten Früchte werden an regionale Gastronomiebetriebe verkauft, können aber auch direkt vor Ort erworben werden.
Darüber hinaus wird das Tropenhaus auch zu Forschungszwecken genutzt, wodurch die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit hatten, einige seltene und außergewöhnliche Pflanzenarten kennenzulernen.
Einen zusätzlichen Beitrag zum Thema leistete das Studienseminar 2025/27, das für die Jugendlichen einen Workshop zum Thema „Nachhaltige Ernährung“ vorbereitete und im Konferenzraum des Tropenhauses durchführte. Dabei konnten die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen über nachhaltige Lebensmittelproduktion und bewussten Konsum weiter vertiefen.
Am Ende des Besuchs nahmen die Schülerinnen und Schüler viele neue Eindrücke und Erfahrungen mit nach Hause. Sie konnten sehen, dass die Lebensmittelproduktion der Zukunft nur durch eine Kombination aus kurzen Transportwegen und der intelligenten Nutzung vorhandener Ressourcen – wie hier der Abwärme der Glasindustrie – nachhaltig gestaltet werden kann. Der Ausflug hat eindrucksvoll gezeigt, wie Forschung, Technik und verantwortungsbewusstes Handeln zusammenwirken können, um die Ernährung von morgen umweltfreundlicher und zukunftsfähiger zu machen.
Renofio-Quatram








