Mit dem Vorurteil „Ein Krankenpfleger verteilt nur Essen und muss Patienten saubermachen“ räumte ein außergewöhnliches Theaterprojekt eindrucksvoll auf. Eine Woche lang setzten sich Schülerinnen und Schüler der Realschule Hof sowie der Fachoberschule (FOS) Hof intensiv mit dem Pflegeberuf auseinander – nicht durch trockene Theorie, sondern kreativ, praxisnah und mit viel Engagement auf der Theaterbühne.
Unter der künstlerischen Leitung von Tabea Hildner von der Nürnberger Agentur Kunstdünger und mit fachlicher Unterstützung von Pflegeexpertinnen und -experten entstand ein Theaterstück, das die Vielschichtigkeit und gesellschaftliche Bedeutung des Pflegeberufs eindrucksvoll widerspiegelte. Dabei standen nicht nur typische Alltagssituationen im Mittelpunkt, sondern auch emotionale Herausforderungen, ethische Fragen und die enorme Verantwortung, die Pflegekräfte täglich tragen.
Das Projekt bot den teilnehmenden Jugendlichen eine besondere Form der Berufsorientierung. Durch kreatives Arbeiten, Rollenspiele und den direkten Austausch mit Fachkräften konnten sie die Arbeitswelt Pflege aus erster Hand kennenlernen – und eigene Vorstellungen hinterfragen.
Die beiden Aufführungen des Stücks vor Mitschülerinnen und Mitschülern beider Schulen zeigten: Pflege ist mehr als man denkt – und alles andere als ein monotones Berufsfeld. Die Darsteller überzeugten mit starken Botschaften, lebendigen Szenen und sichtbar gewachsenem Verständnis für einen oft unterschätzten Beruf. Bei der zweiten Aufführung war auch Eva Döhla, Oberbürgermeisterin der Stadt Hof, unter den Gästen. Sie zeigte sich sichtlich beeindruckt vom Einsatz der Jugendlichen und lobte das Projekt als innovative und wichtige Initiative zur Berufsorientierung und Wertschätzung der Pflegeberufe.








